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Warum potenziert?

Um auch die arzneiliche Wirkung von im Rohzustand giftigen Ausgangsstoffen (wie z.B. der Tollkirsche) therapeutisch nutzen zu können fing Hahnemann an, diese nach einem bestimmten Prinzip stufenweise zu verdünnen und zu verschütteln. Diese Vorgehensweise nannte er "potenzieren".

Hahnemann fand bei der Entwicklung dieser Methode aber auch heraus, dass bereits vorher schon wirksame Arzneistoffe mit jeder Potenzierungsstufe noch tiefgreifender wirkten. Seine interessanteste Entdeckung war, dass sogar medizinisch unwirksame Ausgangsstoffe (wie z.B. Kochsalz) durch diese Verfahrensweise ihre ganz eigene arzneiliche Wirksamkeit entfalteten.

In der klassischen Homöopathie verwendet man neben den C- Potenzen vor allem die kurz aber sehr tiefgreifend wirkenden Q-Potenzen. Sie werden vor allem bei Patienten verwendet, die durch ihre Krankheit stark beeinträchtigt sind und bei denen man eine Erstverschlimmerung verhindern möchte. Dabei ist eine Verodnung in kurzen Abständen möglich und nötig. Außerdem ermöglicht diese Form der Mittelgabe eine schnelle Anpassung der Behandlung je nach Reaktion des Patienten.

Auf der Verpackung jedes homöopathischen Mittels stehen Art und die Höhe der Potenz in Form eines Buchstabens und einer Zahl. "C30" sagt z.B. folgendes aus: C steht für Centesimus (Hundertstel). Das heißt, dass pro Potenzierungsschritt 1 Teil des Ausgangsstoffes (z.B. Pflanze oder Mineral) mit 99 Teilen der Trägersubstanz verdünnt und 10x verschüttelt wurde. Die Zahl 30 sagt aus, dass dieser Vorgang 30x vorgenommen wurde.

Besonders wichtig ist beim Potenzieren übrigens nicht der Vorgang des Verdünnens sondern der des Verschüttelns. Ohne die Verschüttelung verliert ein Arzneimittel bereits nach wenigen Verdünnungsstufen seine Wirkung.

Welche Potenz des passenden Mittels eingesetzt wird und wie oft das Mittel verabreicht wird hängt immer von dem individuellen Zustand des Tieres ab.

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