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Arzneimittelfindung
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klassische Homöopathie ist keine Hexerei.
Nach der ausführlichen Fallaufnahme (der Erstanamnese)
vor Ort nehme ich mir meine Aufzeichnungen mit nach Hause. Dort fängt
meine Arbeit erst richtig an. Ich werte das Gespräch aus und ermittle
alle relevanten Symptome und außergewöhnlichen Eigenschaften
des Tieres. Danach suche ich alle Symptome im Repertorium (dem Symptomen-Verzeichnis)
heraus.
Alle Mittel, welche alle oder zumindest die meisten dieser Symptome
abdecken kommen in die engeren Auswahl. Jedes dieser Mittel studiere
ich nun gründlich in den Arzneimittellehren (Materia Medicae).
Um das ähnlichste herauszusuchen (bzw. unpassende Mittel auszuschließen)
hilft jede Information darüber, was das Tier speziell und einzigartig
macht (auch nicht krankhafte, aber besondere Verhaltensweisen).
Wenn ich mir sicher bin, das passendste Mittel gefunden zu haben, muss
ich mir noch überlegen, in welcher Potenz ich es verabreichen will.
Jungen, von ihrer Erkrankung körperlich wenig beeinträchtigten
Tieren empfehle ich häufig eine C-Potenz, die dem Körper einen
kräftigen Impuls gibt und zunächst nur einmal verabreicht
werden muss, um dann die Reaktion des Tieres abzuwarten.
Bei sehr kranken oder geschwächten Patienten empfehle ich meist
Q-Potenzen. Diese geben einen sanften Impuls der jedoch öfter wiederholt
werden muss. Erstverschlimmerungen kann man so meist umgehen und die
Behandlung sehr schön der Reaktion des Patienten anpassen.
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